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Unscheinbar und doch so wichtig: der Einkaufswagen

Der Fokus in so vielen Supermärkten liegt ganz klar auf Frische. In den Anzeigen sind die Käsevielfalt und das Fleisch angepriesen. Das Obst und Gemüse wird gehighlightet. Und doch gibt es einen weiteren Star im Supermarkt, der ganz unbeleuchtet am Eingang für nahezu jeden Kunden von großer Bedeutung ist: unsere Hommage an den Einkaufswagen.

Einkaufswagen

Die Idee, die unseren Einkauf revolutionierte

In unserem EDEKA Nils Meyer startet jeder Einkauf mit einem vertrauten Handgriff. Ein Wagen wird aus der Reihe in seinem geschützten Häuschen gelöst, ein metallisches klappern – und schon beginnt die kleine Reise durch die Gänge mit dem unverzichtbaren Helferlein.

Dass es dieses praktische Gefährt gibt, geht auf Sylvan Goldman zurück. Der US-Unternehmer erkannte in den 1930er-Jahren, dass Kunden gern mehr kaufen würden, wenn sie es nur bequem transportieren könnten. Seine Lösung: der erste Einkaufswagen.

Einkaufswagen voll

Von der kuriosen Idee zum Standard im Alltag

Die ersten Modelle erinnerten eher an zusammenklappbare Möbelstücke mit Drahtgeflecht – mehr oder weniger funktional und alles andere als elegant. Viele Kunden standen dem neuen Konzept zunächst skeptisch gegenüber. Erst durch Vorführungen im Laden setzte sich die Idee durch.

Mit der Zeit wurde der Wagen weiterentwickelt: stabilere Bauweise, größere Körbe und schließlich der integrierte Kindersitz sowie kleine Wagen für Kinder machten ihn zum unverzichtbaren Begleiter im Supermarkt.

Heute bestehen Einkaufswagen meist aus robustem Metall, bieten reichlich Stauraum und halten jahrelanger Nutzung stand. Gleichzeitig sind sie eine echte Investition: Ein einzelnes Modell kostet schnell über hundert Euro – bei größeren Bestellmengen sind fünfstellige Beträge schnell erreicht. Dennoch ein selbstverständlich gegebener Service im Nils-Meyer-Markt.

Der leise Motor des Einkaufs

Neben dem Transport erfüllt der Wagen noch eine weitere Funktion: Er sorgt dafür, dass mehr im Einkauf landet. Studien zeigen, dass Kunden mit Wagen deutlich mehr Produkte auswählen als mit einem Korb.

Und natürlich hat jeder Wagen seinen eigenen Charakter. Da gibt es das Exemplar mit der eigenwilligen Rolle, das plötzlich einen Schlenker macht – oder die kleinen Ausweichmanöver im Gang, die fast an Straßenverkehr erinnern.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der Einkaufswagen ist vermutlich das unterschätzteste Fahrzeug des Alltags. Kein Motor, kein Navi – aber erstaunlich zuverlässig, wenn es darum geht, Milch, Nudeln, Äpfel und eine spontane Tafel Schokolade sicher zum Ziel zu bringen.

Vielleicht also beim nächsten Besuch im Nils-Meyer-Markt einfach kurz innehalten und diesem stillen Helfer ein kleines Dankeschön widmen.

Der Einkaufswagen