Pfifferlinge – das „Gold des Waldes“
Es ist wieder Pfifferling-Zeit und der Genuss des beliebten trichterförmigen, goldgelben Speisepilzes kann beginnen. Pfifferlinge, auch „Gold des Waldes“ genannt, sind nicht nur schmackhaft und vielseitig einsetzbar, auch der Körper dankt beim Genuss. Bis in den Oktober sind die feinen Pfifferlinge frisch in unserer Obst- und Gemüseabteilung erhältlich – zugreifen!



So vielseitig
Pfifferlinge schmecken gebraten, in Soße oder auch eingelegt. Sie harmonieren gut mit Wildfleisch oder Speck, verfeinern ein Rührei, prägen das beliebte Pfifferlingrisotto und passen als Ragout zu Klößen. Ganz wunderbar ergänzen die exquisiten Pilzgerichte auch den saisonalen Federweißer. Und wer sich am warmen Sommerabend noch keinen Zwiebelkuchen zum süßherben Federweißen gönnen möchte, der kann sich an einem mediterranen Pfifferling-Bruschetta versuchen. Die beiden saisonalen Gaumenfreuden zusammen genossen – ein kulinarisches Gedicht, welches übrigens ganz einfach zu machen ist.
Pfifferling-Bruschetta

Sie brauchen
- 8 Scheiben Ciabatta
- 2 Knoblauchzehen
- Olivenöl
- 250 g Pfifferlinge
- Glatte Petersilie (nach Belieben Rosmarin und/oder Thymian)
- Tomaten
- Pecorino
- Salz und Pfeffer
So geht’s
- Ciabatta-Brote im Ofen anbacken
- 1 Knoblauchzehe mit Olivenöl und einer Prise Meersalz im Mörser zu einer Masse zerstoßen
- Pfifferlinge in Olivenöl mit gehackter Knoblauchzehe anbraten, zuletzt gehackte Petersilienblätter (Rosmarin/Thymian) zugeben.
- Heiße Ciabatta-Brote mit Knoblauch-Olivenöl bestreichen und mit den Pilzen sowie gehackten Tomatenstückchen belegen und Pecorino darüberreiben. Leicht pfeffern und salzen.

Was es über die Edelpilze noch zu wissen gibt …
Die goldgelben Hüte frisch genießen
Diese goldgelben Hüte sind durch und durch Waldbewohner: Schließlich kann der Pfifferling nicht kultiviert werden und wird ausschließlich wild geerntet – daher sollte er auch möglichst kurz nach dem Einkauf zubereitet werden. Ansonsten können Sie die Pfifferlinge in einem luftdurchlässigen Gefäß im Kühlschrank aufbewahren. Besonders lange haltbar sind Pilze jedoch generell nicht, etwa zwei bis drei Tage bleiben sie im Kühlschrank frisch.
Gründliche Reinigung ist ein Muss
Vor dem Genuss ist die gründliche Reinigung ein Muss, da sich in den Lamellen oft Schmutz sammelt. Verzichten Sie dabei auf Wasser und putzen Sie Pfifferlinge nach Möglichkeit ausschließlich mit einer geeigneten Bürste oder einem Pinsel – so erhalten Sie das feine Aroma. Ein Geheimtipp zum Säubern: Geben Sie die Pilze vorsichtig in einen Gefrierbeutel und fügen Sie etwas Mehl hinzu. Dann leicht schütteln und die Pilze sanft unter fließendem Wasser vom Mehl befreien – das Mehl bindet Sand und Erde, und verhindert gleichzeitig, dass die Pilze zu viel Wasser aufnehmen.



Zubereitung
Bei falscher Zubereitung können die Pilze auf den Magen schlagen – daher sollten sie niemals roh verzehrt und mindestens 15 besser 20 Minuten gegart werden. Besonders gut schmecken gebratene Pfifferlinge: Dazu Butter, Öl oder Speck in eine ausreichend große Pfanne geben, erhitzen, die Pilze hineingeben und einige Minuten braten. Die Pfanne sollte schön heiß sein. Nicht sofort schwenken, sondern zunächst kurz anbraten lassen. Dann einmal schwenken und erneut kräftig braten. Jetzt erst Zwiebeln oder Schalotten dazugeben sowie mit Salz und Pfeffer würzen.
Auf die inneren Werte kommt es an
Das „Gold des Waldes“ ist wie alle Pilze eine Wohltat für den Körper. Sie stecken voller Eiweiß, Kalium und Vitamin A, B, C, D. Die pfeffrig-würzigen Gelblinge sind äußerst reich an Eisen und zudem extrem fett- und kalorienarm.
Die Edelpilze haltbar machen



Um die schmackhaften Pilze haltbar zu machen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Einfach und praktisch ist das Einfrieren. Dafür die Pfifferlinge kurz in Salzwasser blanchieren, abtropfen/abkühlen lassen und in einem Beutel oder einer Mehrwegbox einfrieren. Später beim Kochen die gefrorenen Pilze wie frische behandeln, nicht vorher auftauen! Die Pfifferlinge können aber auch in Weißweinessig und Olivenöl verfeinert mit Kräutern eingelegt werden. Eine dritte Möglichkeit ist das Trocknen, um die Pilze haltbar zu machen. Dafür die geputzten Pilze einfach bei 60 Grad im spaltoffenen Backofen trocknen lassen, bis der gewünschte Grad erreicht ist.
